KI-Kompetenz bezeichnet gemäß Art. 4 und Art. 3 Nr. 56 EU-VO 2024/1689 das Wissen und Verständnis, das Anbieter und Betreiber für den sachkundigen Einsatz von KI brauchen. Die Pflicht gilt seit dem 2. Februar 2025 und betrifft nicht nur Entwickler, sondern auch Unternehmen, die KI im Arbeitsalltag nutzen.
In einfachen Worten
KI-Kompetenz bedeutet nicht, dass jede Person ein KI-System bauen können muss. Unternehmen müssen aber sicherstellen, dass Mitarbeitende Chancen, Grenzen, Risiken und typische Fehlanwendungen verstehen. Für die Einordnung helfen auch Anbieter vs. Betreiber, die KI-System-Definition und die englische Bezeichnung AI Literacy.
Praxisbeispiel
Wenn Ihr Vertrieb ChatGPT, Copilot oder ein Lead-Scoring-Tool nutzt, reicht eine blosse Tool-Freigabe nicht. Die betroffenen Teams sollten wissen, wann Eingaben problematisch sind, wie Ergebnisse zu prüfen sind und welche internen Regeln gelten.
Was Unternehmen jetzt tun sollten
Sinnvoll ist ein dokumentiertes Schulungs- und Rollenkonzept. Vertiefend relevant sind der Glossar-Eintrag zum Schulungsnachweis, die FAQ zu Pflichten im Unternehmen und der Kurs, wenn Sie KI-Kompetenz strukturiert für Teams ausrollen wollen.